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Gutshof Wigginhausen
Gutshof Wigginhausen

Gutshof Wigginghausen

Wigginghauser Straße 143
58513 Lüdenscheid
Tel.: 0 23 51 / 94 46 17
Fax: 0 23 51 / 94 46 19
E-Mail: thorsten.bartke@lebenshilfe-luedenscheid.de


Im Jahre 1984 wurde die Wohnstätte als erste Wohneinrichtung der Lebenshilfe Lüdenscheid eröffnet. Der Eröffnung ging ein mehrjähriger Spendenmarathon voraus, den der damalige Bürgermeister der Stadt Lüdenscheid sowie weitere bekannte Persönlichkeiten initiierten, um die notwendigen finanziellen Mittel für den Erwerb aufzubringen. So entstand die „Aktion Wigginghausen“. Ende der 70er Jahre wurde das Gelände der LVA (Landesversicherungsanstalt NRW) abgekauft, die hier einen Versorgungsbetrieb für die Lungenheilstätte des Haus Hellersen betrieb. Einige Namen erinnern noch heute an den ehemaligen bäuerlichen Betrieb, so heißt z.B. die Wohnstätte an sich "Gutshof Wigginghausen". Der Schafstall beherbergte noch bis vor kurzem den Übungsraum der Band "Eygelb". Zu nennen ist auch die Scheune, die unter diesem Namen als Veranstaltungsraum genutzt wurde.

Der in die Jahre gekommene Gutshof Wigginghausen erfüllte nach Jahrzehnten nicht mehr die zwingend vorausgesetzten baulichen Anforderungen und Standards des heutigen Wohn- und Teilhabegesetzes, u.a. waren die Flure zu eng, die Sanitärräume für Rollstuhl-Fahrer zu klein und die Gemeinschaftsräume so verstreut, dass besonders ältere Kunden kaum am Gemeinschaftsleben teilhaben konnten.

Da die Lebenshilfe Lüdenscheid trotz aller behördlicher Widerstände Wigginghausen nicht aufgeben wollte, wurden viele Unterstützer gesucht und gefunden. Im Jahre 2018 wurde der alte Gutshof dann komplett abgerissen und durch einen modernen Neubau ersetzt.

  • Die Einrichtung wird für 24 Kunden gebaut, davon sind 20 Plätze für Rollstuhlfahrer/innen vorgesehen. Die Wohnstätte ist insgesamt barrierefrei.
    Zusätzlich gibt es zwei Plätze für die Aufnahme von akuten Krisenfällen.
  • Im Obergeschoss befinden sich ein Mehrzweckraum, zwei Krisenzimmer mit eigenem Bad, sowie eine Behindertentoilette (eine weitere Behindertentoilette im Dachgeschoss) und ein Pflegebad für alle Kunden. In der „Zentralküche“ im Erdgeschoss werden die Mahlzeiten für das Wochenende und die gemeinsamen arbeitsfreien Tage zubereitet.
  • Die Kunden leben in drei Gruppen zu je acht Personen. In der Zimmeranordnung gibt es eine räumliche Trennung. Je vier Kunden teilen sich einen Teil-Flur. In den Kleingruppen kann auf die besonderen Anforderungen von Kunden mit demenziellen Veränderungen oder von Kunden mit einem erhöhten Ruhebedürfnis besser eingegangen werden.
  • Jede Wohngruppe verfügt über eine Küche und einen Gemeinschaftsraum/Wohnzimmer. Hier werden die gemeinsamen Mahlzeiten eingenommen. Die Küchenausstattung ist voll funktionsfähig. Ein gemeinsames Kochen in der Wohngruppe ist jederzeit möglich.
  • Jeder Kunde lebt in einem eigenen Zimmer mit einem Einzelbad.
  • Der Sinnesgarten: Besondere pädagogische Anforderungen stellen die Kunden mit herausfordernden Verhaltensweisen. Die Außenanlagen der Wohnstätte bieten ausreichend Platz für spezielle Freizeitmöglichkeiten. Ein Sinnesgarten soll nach den allgemein gültigen Gestaltungsrichtlinien sowie den Grundsätzen der Antragsberatung „Qualitative Gärten“ der Stiftung Wohlfahrtspflege angelegt werden. Der Garten soll für alle Kunden zur Sinnesanregung offen stehen. Bei der Zielgruppe des Vorhabens handelt es sich primär um geistig, psychisch und körperlich behinderte Kunden, die in unseren stationären Wohneinrichtungen, den Offenen Hilfen oder in der Tagesstruktur betreut werden; sekundär um Gartennutzer ohne Beeinträchtigung. Besonders profitieren Kunden mit demenziellen Erkrankungen, die einen hohen Bewegungsdrang haben und Kunden, die in ihrer Wahrnehmung eingeschränkt sind. Der Sinnesgarten kann dazu beitragen, Erregungs- und Unruhezustände abzubauen und ist somit eine wertvolle pädagogische Unterstützung in der Betreuung von Kunden mit herausfordernden Verhaltensweisen.

Die Wohnstätte Wigginghausen ist besonders für Kunden mit einem erhöhten Ruhebedürfnis, für Kunden mit demenziellen Erkrankungen und natürlich auch für Kunden, die im Rahmen ihrer Selbstbestimmung eindeutige Vorstellungen bzgl. der Wohnform haben und diese auch so äußern, geeignet. Auch Kunden mit herausforderndem Verhalten können hier Angebote gemacht werden, die nur in ländlicher Umgebung möglich sind.

Die Kunden, die in Wigginghausen leben, schätzen die ruhige Umgebung und die ausgedehnten Freiflächen rund um das Haus. Dennoch wird die „Teilhabe am Leben“ groß geschrieben. Durch einen Shuttle-Service, der auch bei Bedarf genutzt werden kann, wird sichergestellt, dass die umfangreichen und wechselnden Vorstellungen der Kunden umgesetzt werden können. Im Ortskern befindet sich eine Bushaltestelle. Von hier aus kann auch außerhalb des angebotenen Shuttle-Service die Möglichkeit genutzt werden, selbständig in die Innenstadt zu gelangen.